Freitag, 19. Oktober 2012

Tagebuch-Eintrag vom 19. Oktober 2012

Es ist tatsächlich schon ein Jahr her, seit ich das letzte Mal hierzu was geschrieben habe. Tja, was hat sich im letzten Jahr bei mir getan, gute Frage! Ich will es mal so formulieren:
Ich habe in der Zwischenzeit mein persönliches Ziel im reiten erreicht. Das heißt für mich, dass ich mich auf Tyske angstfrei in der Halle und auf den Außenplätzen im Schritt und im Trab oben gehalten habe und nicht ein einziges mal vom Pony gefallen bin. 

Alle haben mich gelobt und motiviert weiterzumachen. Sie sagten, dass ich eine gute Figur auf dem Pony mache, aber ich habe mich entschieden, genau zu diesem Zeitpunkt die Ausbildung zu beenden. 
Mir ist es extrem wichtig, mit positiven Gefühlen und selbstbestimmt meinem Vorhaben ein Ende zu setzen. Wie schön ist es, zu hören, wie schade es ist, dass ich aufgehört habe. Das höre ich viel lieber, als dass ich vermuten müsste, dass Ira oder Steffi immer nur hoffen würden, dass weder mir noch dem Pony was passiert. Ich möchte nicht, dass Steffi einmal ein schlechtes Gewissen haben müsste, wenn ich aus dem Sattel gepurzelt wäre. Unlängst habe ich auch feststellen können, dass ich jetzt so manche Reitdarbietung ohne feuchte Augen ansehen kann.
Sehr gerne übernehme ich aber weiterhin immer noch die Position in der 2. Reihe. Ich bin sozusagen für Ira und Tyske die "sichere Bank", (wenn ich zuhause bin).
Ich agiere auf Zuruf! Pony raus, Pony rein, Decke rauf, Decke runter, Tyske das "Bett" aufschütteln, Schmied bezahlen, Steffi mit lecker Kaffee und was Süßem verwöhnen, ggf. das Catering organisieren usw., usw.

Sehr gerne arbeite ich mit Tyske vom Boden aus weiter. Auch dabei gibt es für mich noch viel zu lernen.



Mittwoch, 1. August 2012

Zum guten Schluss

5. und letztes Kapitel

Nachdem Thelke einige Tage zuvor abgereist war und der normale Tagesablauf bei Tyske, Ira und mir wieder Einzug gehalten hatte, ließen wir die Geschehnisse noch mal vor unserem geistigen Auge Revue passieren.

Wir stellten einstimmig fest, dass wir mit Thelke eine schöne Woche miteinander verbracht haben. Es gab ja nicht nur die vielen Stunden im Reitstall, sondern wir haben auch zusammen gekocht, gegessen, DVD's angeschaut, Eis geschleckt und sind mit Fine spazieren gegangen. Und nicht zu vergessen, wir haben zusammen viel gelacht.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich keinen Moment den Eindruck hatte, dass Thelke Heimweh verspürte. Vielleicht kam sie nur nicht dazu. Es war einfach zu viel los.
 :-)

Jedenfalls haben Ira und ich gemeinsam beschlossen, dass wir Thelke auch für den Sommer 2013 wieder eine Woche in die Reiterferien zu uns einladen.

Die Einladung wurde freudig angenommen und so warten wir jetzt mal darauf zu erfahren, was Thelke in diesem Sommer lernen möchte.


ENDE

Sonntag, 29. Juli 2012

Der Abschied :-(

29.7.2012
Es ist Sonntag. Der Tag der Abreise ist gekommen. Leider viel zu schnell. Thelke's Eltern kamen, um ihr Kind abzuholen. So sehr Thelke sich auf ihre Eltern freute, so wahr ihr doch gleichzeitig klar, dass ihr Erscheinen auch den Abschied bedeutete.

Thelke packte ihre Sachen in Papa's Auto und wir fuhren gemeinsam noch mal zum Abschied nehmen in den Stall. Natürlich sollte Thelke sich ihre Reitkleidung anziehen, denn Mama und Papa sollten sie doch auf Tyske reiten sehen.

Tyske wurde von Thelke gesattelt, aufgetrenst und in die Reithalle geführt. Dann sagte Ira, dass sie mit Tyske jetzt reiten könnte, was sie wolle. Nach dem Warmreiten gab Thelke Alles, damit sie ihren Eltern auf Tyske das "Schenkelweichen" zeigen konnte. Was soll ich sagen, Thelke machte das so gut, dass auch ihre Eltern, als "Nichtreiter" den Erfolg sehen konnten.
Es gab einen herzlichen Applaus für Thelke und Tyske.

Dann war Ira der Meinung, dass am letzten Tag auch der Spaß nicht zu kurz kommen dürfte und nahm Tyske den Sattel ab. Nun durfte Thelke, wie die anderen Kinder 2 Tage zuvor, ohne Sattel und Sicherheitsweste durch die Halle reiten. Was für ein Spaaaß! 

Aber, alles hat einmal ein Ende und so sollte Thelke denn auch absteigen, weil ja noch eine 3stündige Heimreise bevor stand.


 Diese Fotos sprechen für sich! :-(



Zum guten Schluß bot Ira Thelke an, dass sie über Tyske's Kruppe absteigen dürfte. Das war natürlich der Knaller, denn das darf man nur machen, wenn man sich auf sein Pferd absolut verlassen kann!!!!!

Nachdem Tyske wieder in ihrer Box stand, verabschiedeten wir uns alle herzlich von einander und ich höre noch die Stimmen aus dem Hintergrund.

"Tschüüüß Thelke, bis bald. 
Du kommst doch sicherlich wieder?!"