Sonntag, 12. Mai 2013

Reisebericht Côtes d’Armor - Teil 4

Endlich! :-)

Nach drei Reisetagen, konnten wir in Ruhe frische Lebensmittel einkaufen. Da ich sehr gerne koche und wir alle Drei (incl. Fine) ebenso gerne lecker essen, ist es für uns ein Genuss, französische Köstlichkeiten einzukaufen.

Also steuerten wir den nächstgelegenen Supermarkt an. Es ist uns gleich, ob es ein "Intermarché", "Carrefour" oder "Super U" ist. Im Angebot und der Qualität sind die Ketten gleich gut. Sie unterscheiden sich höchstens durch die angebotene Auswahl, denn die wird von der qm-Größe der Läden bestimmt.

Wenn ich von unseren Lebensmitteleinkäufen berichte, sollte man wissen, dass wir nicht nur für den sofortigen Verzehr, sondern auch Produkte für zu hause einkaufen.

Für zu hause luden wir schon mal die super leckeren Marmeladen und Gelees von "Bonne Maman" ein. Man könnte denken, dass es die Produkte bei uns doch auch gibt. Richtig! Aber die Französischen schmecken noch besser!!
Dazu kommen die schwarzen Oliven à la grècque ohne Stein - köstlich!
Nicht zu vergessen die "rosa Zwiebeln der Bretagne" - was ganz Feines! Sie sind noch klassisch zum Zopf geflochten.


Jetzt sollten wir aber auch an das Abendessen denken. Man kommt in franz. Supermärkten ziemlich rasch, hinter dem Eingang, an den Weinregalen vorbei. Die sind vor Werner nicht sicher. Ich weiß ja genau, was er sucht. Er sucht immer ganz zielstrebig einen guten "Muscadet Sèvre et Maine Sur Lie". Zum probieren wurden 2 unterschiedliche Flaschen eingeladen, denn wir wollten vom "richtig Guten" später einige Flaschen nachkaufen und mit nach hause nehmen. Das machte er natürlich in unterschiedlichen Supermärkten in den nächsten Tagen genau so. Darunter befand sich auch ein richtig guter Wein. Der war aber leider ausverkauft, als wir ihn nachkaufen wollten. Das kann uns auch passieren.

Nun wollen wir aber mal die Lebensmittel für die nächsten Tage einkaufen. Ich fasse hier kurz zusammen, was bei uns beispielsweise auf dem Menuplan stand.
Mir gehen jedes Mal die Augen über, wenn ich das opulente Angebot von frischem Fisch und anderen Meerestieren sehe. Es wird dem Kunden so phantastisch dargeboten, dass es mir immer schwer fällt, mich zu entscheiden. Aber, wie das bei uns so ist, werden für die Vorspeise erst mal 12 frische Austern in Größe 2 ausgewählt. Jetzt noch das Baguette und eine frische Zitrone dazu, den Wein hat Werner ja schon im Einkaufswagen und weiter geht es.

 

Das ist ein Stück vom Rochen. Ich kaufe ihn so ein, denn ich kann ihn selber pfannenfertig vorbereiten. Die Haut und der äußere Grätenrand müssen vor dem Braten entfernt werden. Was bin ich froh, dass ich die große Elektropfanne mit genommen habe. :-)



Für die Vorspeise entscheide ich mich auch gerne mal für ein Rillettes und etwas von der Terrine. In diesem Fall von der Jakobsmuschel. 

 

Dazu noch Crevette rose und geräucherte Eismeergarnelen, angereichert mit etwas Aioli und ergänzt mit leckerem Baguette - fertig.


Ich bin immer wieder erfreut, auch sehr gutes Fleisch einkaufen zu können. Sehen die beiden Kalbskoteletts nicht lecker aus?


Für die Nachspeise oder gerne auch zum Nachmittaskaffee suche und finde ich immer erstklassige Pâtisserien. Wenn ich die Auslagen sehe, kann ich mich nur schwer entscheiden. Aber das muß ja sein. In diesem Fall fiel meine Wahl auf diese 3 Tartelettes.



Mir gefällt es ausgesprochen gut, wie liebevoll die Gebäckstücke in den Pâtisserien eingepackt werden. Das ist in Frankreich so üblich.

Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame sollten wir unbedingt französischen Nougat mitbringen. Wir entschieden uns in einer kleinen, feinen Confiserie für den Nougat aus Montelimar und es gesellte sich noch ein wenig "Caramel - Sel De Guérande dazu". Hmm, lecker, lecker!! :-)


 

Diesen Bäcker fand ich in einer kleinen Seitenstraße. 
Er hatte wunderbare"Kouign amann" in der Auslage. Davon wollten 2 Stücke unbedingt mit. Dazu kann ich nicht NEIN sagen. ;-) Wir entschieden uns für die Variante mit Äpfeln. Sie haben phantastisch geschmeckt!!!




Was mir bei meinem Einkauf noch auffiel. In Frankreich kauft man Bananen aus Guadeloupe und Martinique. Diese Bananen habe ich noch in keinem deutschen Supermarkt gesehen. 
 

Ich könnte mich mit meinen Schwärmereien noch weiter dran halten und Euch vom dem leckeren "Creme Caramel von Bon Maman", den Macarons, dem Floc de Gascogne und den unterschiedlichen Rohmilchkäsen berichten.

Aber für jetzt ist Schluß mit schwärmen. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

Fortsetzung folgt  - mit unserem Ausflugsprogramm. :-)

Samstag, 11. Mai 2013

Reisebericht Côtes d’Armor - Teil 5

Nun komme ich zu meinem persönlichen Highlight des Urlaubs. Der Besuch der

"Ile de Bréhat" 
 

Aufgrund der Wettervorhersage entschieden wir uns für den Besuch der Insel, am nächsten Tag, denn in den darauf folgenden Tagen erwarteten wir Sturm.
Wir konnten noch mit einer ruhigen Überfahrt rechnen. 

Werner wollte sich im letzten Moment vor dem Kauf des Tickets noch überlegen, ob wir tatsächlich an diesem Tag zur Insel rüber fahren sollten, denn wir hatten Nebel. Ich wollte unbedingt, auch sehr gerne bei Nebel, auf die Insel. Das war eine super Entscheidung! Ich glaube, die Bilder zeigen es. Bei Nebel hat die Insel etwas Mystisches. Wie gut, dass Werner's Fotoapparat das auch einfangen konnte.

 

Leider mußten wir aber in Kauf nehmen, dass wir bei niedrigstem Wasserstand abfuhren und bei mittlerem Wasserstand wieder zurück fahren würden. Da könnte man sich denken, na und? Ja, ja, der Tidenhub in der Bretagne beträgt gute 8m und das bedeutet für die Passagiere der Fähren, dass man vom Festland aus, den Schiffen ca. 800m entgegen gehen muß. Und zwar auf einer Mole, die glitschig und schlammig ist. Wir ahnten es ja und waren, von unserem Schuhwerk her darauf eingerichtet. Die Mädels, die ihre schönen neuen Sommerschühchen ausführten, hatten diese ruiniert, bevor sie überhaupt auf der Insel ankamen. Dort mußten wir natürlich auch wieder vom letzten Schnibbel der Mole aus, ca. 800m bis zum Ufer laufen. Und dann ging der Spaziergang auf der Insel ja erst los. Für ältere Menschen und kleine Kinder war das schon sehr anstrengend.

Unsere kleine Fine nahm ich zwischendurch in ihre Tasche, was aber nicht verhindert hatte, dass sie bis dahin auf ihrer Unterseite schon gut eingeschlammt war. Aber, ich habe ja alles dabei und konnte unser Finchen mit einem Handtuch abreiben und der Rest trocknete später in der Sonne.
Auf dem Rückweg, ca. 4 Stunden später, war das Wasser schon wieder etwas aufgelaufen und wir mußten jeweils nur noch ca. 400m zurück legen, bis wir an Bord und am Festland wieder von Bord aus, an Land ankamen.


Innerhalb der nächsten Stunden zog der Nebel hoch und wir hatten wunderbaren Ausblicke auf den Meeresgrund, bei Ebbe. Diese Fotos entstehen ja, weil gerade kein Wasser da ist. Bei Flut ragen nur noch die Felsspitzen aus dem Wasser. Es ist ein sehr gefährliches Revier und ich möchte vor der Bretagne nicht mit dem Boot unterwegs sein. 


Ich kann den Besuch der "Ile de Bréhat" aber, auch trotz aller Widrigkeiten, absolut empfehlen. Jetzt lasse ich hier mal die Bilder für sich sprechen.





Vielleicht habe ich Euch ja Lust auf die Bretagne und die "Ile de Bréhat" gemacht.




In der Fortsetzung meines Berichtes zeige ich Euch Impressionen vom Festland.

Freitag, 10. Mai 2013

Reisebericht Côtes d’Armor - Teil 6

Mit diesem 6. und letzten Teil meines Reiseberichts aus der Bretagne, nehme ich Euch auf einen Tagesausflug mit.

Wir beginnen unsere Rundfahrt in der Stadt  
"Paimpol".


 


Hier, bei den Ruinen der "Abbaye de Beauport" befindet sich einer der Ausgangspunkte für den Jakobsweg nach  Santiago de Compostela in Spanien.






Anschließend fahren wir in die Stadt "Tréguier" und bummeln durch die Altstadt.




Wir fahren weiter auf der Corniche, entlang der bretonischen Küste.





und kommen zu dem absolut geschützten, aber schwer anzusteuernden  
Hafen in "Ploumanac'h", an der rosa Granitküste. 
Der Ort ist ein kleines Juwel, an dem man nicht vorbei fahren sollte!




Wir machen einen Abstecher nach "Plouha", "Plage Bonaparte". 
Von hier aus wurden 1944  135 Männer von der Résistants vor den Nazis gerettet.



An Orten, wie diesen überkommt mich das tiefe Gefühl des Fremdschämens.




Immer wieder staunten wir über blühende Bäume und Pflanzen, die mir nicht alle  bekannt sind.




Nach 2 entspannten Wochen in der Bretagne fuhren wir , gut erholt, zurück an den Niederrhein.

Unsere nächste Reise lässt nicht lange auf sich warten. Werner macht zur Zeit schon mal das Boot klar.  :-)

Ich grüße meine mitreisenden Leser und danke für die nette Gesellschaft in meinem BLOG.
Wenn Ihr Lust habt, dann begleitet mich doch in Kürze auch auf unserer "Finja".

Tschüsss und bis bald.
*liebwink* Renate