Dienstag, 24. Juli 2012

"Schenkelweichen"


Dienstag, 24.7.2012
Am Vormittag war die Bereiterin "Steffi" bei Tyske und hat mit ihr gearbeitet.
Sie ritt mit Tyske auch  "Schenkelweichen". Als Thelke das sah, wußte sie spontan, was sie in der Woche bei uns lernen wollte. Genau das!

Hups, dachten Ira und ich. Das Pony ist L-ausgebildet und kann das. Thelke ist in ihrer Ausbildung aber längst noch nicht soweit. Wie soll das gehen?

Zum Abschluss der Berittstunde durfte Thelke dann auf Tyske aufsitzen und Steffi bemühte sich, Thelke die verschiedenen Hilfen, die dafür gleichzeitig gegeben werden müssen, zu erklären. 

  
Abschlusskommentar von Thelke:

"Die Steffi ist ja seeehr nett!!!" :-)

 Thelke hat das blitzschnell und richtig erkannt!
:-) 


Montag, 23. Juli 2012

"Thelke 2012 - Die Umsetzung"

4. Kapitel - Die Reiterferien 2012

In diesem Kapitel werde ich nicht alles erzählen können, was in der Woche vom 22.7.2012 bis zum 29.7.2012 so passiert ist, denn es wäre zu viel. Ich beschränke mich auf die eine oder andere Begebenheit, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist.

Montag, 23.7.2012
Die erste Nacht liegt hinter uns. Nach einem guten Frühstück mit einem leckeren Käsebrötchen, für Thelke, fahren wir zum Stall. Es ist heiß, sehr heiß!!! Es wird die ganze Woche über um die 30Grad sein. Also haben wir die Zeiten am Stall auf die Morgen- und späten Nachmittagsstunden gelegt.


Thelke darf helfen, Tyske aufzutrensen.



Danach hieß es: :"Bitte aufsitzen"






Jetzt sollte Thelke sich auf Tyske erst mal einfühlen. Sie hatte bis dahin nur Großpferde geritten. Dann sitzt man viel höher und der Kopf des Pferdes ist viel weiter entfernt. Ein Fjord-Pferd ist kleiner und kompakter als ein Großpferd. Es fühlt sich für den Reiter einfach anders an.
Nachdem alles gut geklappt hatte und Thelke sich wohl und sicher auf Tyske fühlte, kam das 1. Highlight der Reiterferien. 
Thelke durfte mit Tyske raus aus dem Stall und rein ins Gelände. Da Tyske absolut verkehrssicher ist und im Gelände geritten und gefahren wird, ist das kein Problem für unser Fjord. Für Thelke war es jedoch das erste Mal, dass sie auf einem Pferd außerhalb von Stalleländen unterwegs sein sollte.

So etwas geht bei uns natürlich nicht so mal eben "zack zack"!!!

Ira führte Tyske am Strick und die Drei wurden von Kati und ihrem Pferd zu Fuß begleitet. Es war für alle ein schöner Spaziergang, der in großem Bogen, rund um das Stallgelände führte.




Als Belohnung für mich, gab es im Anschluss "strahlende Kinderaugen". :-)



Fortsetzung folgt!



Montag, 2. April 2012

Thelke 2012 - Der Plan

1. Kapitel  - Die Vorgeschichte

Es gibt ein kleines Fischerdorf an der Küste. Dort lebt ein jetzt 12-jähriges Mädchen, das Thelke heißt und das ich von klein auf, sehr gut kenne. 
Seit gut 3 Jahren bekommt Thelke, mit einigen Mädchen aus ihrer Klasse, Reitunterricht in einem Reitstall in der Nähe.  Als Thelke 2010 ihre ersten Reitstiefel, ihre erste Reitkappe und ihre erste Reitweste bekam, stellte sie sich bei mir vor. 
Das war mir ein Foto mit Fine wert.


Wie das so ist. Welcher Reiter kennt das nicht? ;-)
Die Mütter übernehmen wechselweise den Fahrdienst zum Reitstall. An dieser Stelle geht ein dickes Lob an die Eltern, die die Kinder mit ihrem Einsatz so unterstützen.  *daumenhoch*
Thelke stammt aus einer Familie, die bisher mit Pferden nichts zu tun hatte. Für die Familie war die Pferdeszene mit allem, was dazu gehört, bis dahin neu und unbekannt. 
Ich habe Thelke als gut erzogenes, absolut zuverlässiges, freundliches und  hilfsbereites Mädchen kennen gelernt.  
Für mich ist Zuverlässigkeit, im Zusammenhang mit Pferden, Grundbedingung!!!!  
Thelke ist  motiviert etwas zu lernen, hat sportlichen Ehrgeiz, keine Angst und ist, wie ich zwischenzeitlich erkannt habe, auch mutig!
Seit dem letzten Jahr erlauben und finanzieren Thelke's Eltern sogar, zusätzlich zu der Dressurstunde, eine weitere Springstunde in der Woche. Thelke's Eltern nehmen alle ihnen gebotenen Gelegenheiten wahr, das Mädchen reiterlich zu fördern.

Dafür zolle ich den Eltern meinen Respekt. Chapeau!  


Wenn die Eltern sich so stark für den Sport des Kindes einsetzen, dann sehe ich für mich Handlungsbedarf und hoffe, dass er auch erwünscht ist.
Da ich damals, als Ira anfing zu reiten, auch ohne jegliche Vorkenntnisse in Pferdeangelegenheiten war und weiß, wie sich das anfühlt, gebe ich meine Erfahrungen gerne weiter.

Um die Situation am und auf dem Schulpferd erst mal abzuchecken, habe ich Thelke im Winter 2011/12 gefragt, ob ich ihr im Reituntericht mal zuschauen dürfe. Ja, ich durfte! Gesagt getan! Ich sah Thelke bei ihrer ca. 5. Springstunde zu und es machte, auf mich, einen guten Eindruck. Thelke empfand das subjektiv natürlich anders. Wenn Jemand zuschaut ist man doch immer sehr aufgeregt und findet Die und Das, was einem nicht so gut gelungen ist, wie sonst üblich. Ich sage nur Vorführeffekt! ;-)


2. Kapitel - Der Plan

Ich konnte mir im Anschluss an diese Reitstunde gut  vorstellen, dass ich Thelke für eine Woche zu mir einladen würde. Es sollte doch  irgendwie möglich sein, dass Thelke täglich eine Stunde Reitunterricht, in einer  Einzelstunde auf Tyske,  bekäme. Thelke kannte bis dahin nur Reitstunden auf Schulpferden, in Gruppen von ca. 6 Pferden und Reitern.  

Jetzt kam der schwierige Teil des "Nachwuchs-Förderungs-Programms". 
Ira musste überzeugt werden, dass das eine gute Idee ist und ihre Tyske keinen Schaden davontragen würde. Ich ahnte, dass Ira nicht begeistet sein würde, eine Reitanfängerin auf Tyske reiten zu lassen. Tyske kennt ja nur die Bereiterin Steffi, Ira und mich auf ihrem Rücken. Wir hatten keine Bedenken, dass Tyske sich schlecht benehmen würde, sondern wir wußten nicht, ob Tyske bereit ist, auch unkorrekt gegebene, Hilfen umzusetzen. 
Ich habe meine Tochter an ihre eigenen reiterlichen Anfänge erinnert und nachdem Ira dann noch einige Nächte darüber geschlafen hatte, war die Sache für uns beschlossen. :-)
Die Frage kam  auf,  wie würden Thelke's Eltern auf ein Reiterferien Angebot bei uns, reagieren. Und wie erst, wenn mal was passieren sollte. Aber ich denke immer, dass man sowieso nicht jegliches Risiko im Leben ausschließen kann. Dann doch lieber Spaß im Leben haben und das Risiko durch gute Vorsorge, Umsicht und Achtsamkeit auf ein Minimum reduzieren.
Jetzt hieß es, die Eltern von der Idee zu überzeugen. 
Was soll ich sagen, ein Telefongespräch mit der Mutter genügte, um ihre sehr erfreute Zusage zu erhalten. Thelke zu fragen war anschließend reine Formsache. :-) Welches pferdeverrückte Kind kann auf ein Angebot zu Reiterferien schon NEIN sagen! :-)) 
Thelke hat sich über die Einladung riesig gefreut und sagte sofort zu, obwohl es das 1.Mal sein würde, dass sie allein von zu hause weg sein würde und dann direkt knapp 300km entfernt. Es folgte noch die genaue Terminabsprache und die Sache war in trockenen Tüchern.

Es sollte wohl so sein, dass Ira genau in dieser Woche Urlaub hatte und ich ohne Mann, allein zu hause war. Alles passte perfekt zusammen. Drei Mädels, plus Fine und Tyske = 5 Mädels, hatten sturmfreie Bude. 
In den Monaten bis zu den Sommerferien 2012 hörte ich noch oft: 
"Ich freue mich sooo sehr auf die Reiterferien bei Euch."

3. Kapitel - Die Ankunft

Thelke wurde von Mama und Schwester, wie abgesprochen, zu uns gebracht. Nach Begehung des Hauses und Belegung ihres Zimmers wurde noch gut gefrühstückt und wir fuhren alle gemeinsam zum Pensionsstall, wo Tyske lebt. Nachdem auch der Stall besichtigt und Tyske begrüßt war, wurden Mama und Schwester lieb verabschiedet und Thelke's 1.Reiterferien konnten beginnen.